Wer Qualität in der Ausbildung sichern und weiterentwickeln will, muss auch die Qualifizierung derjenigen ernst nehmen, die das System begleiten, beraten und bewerten.

Daher sollten auch Mitarbeiter der IHK qualifiziert werden, weil sie eine Schlüsselrolle im Ausbildungssystem haben. Sie beraten Betriebe, begleiten Ausbilder:innen, wirken an Prüfungen mit und prägen damit direkt die Qualität beruflicher Bildung.

Wichtige Gründe sind:

  • Vorbild- und Multiplikatorenrolle
    Wer andere bei Ausbildung und Kompetenzentwicklung unterstützt, muss selbst fachlich und didaktisch sicher sein.
  • Aktuelle Anforderungen der Arbeitswelt
    Ausbildungsberufe, Prüfungsformate, Digitalisierung und rechtliche Rahmenbedingungen verändern sich ständig. IHK-Mitarbeitende müssen hier auf dem neuesten Stand bleiben.
  • Qualität der Beratung
    Betriebe erwarten praxistaugliche, kompetente Unterstützung. Gute Beratung gelingt nur, wenn IHK-Mitarbeitende selbst passend qualifiziert sind.
  • Einheitliche Standards
    Qualifizierung hilft, Entscheidungen, Bewertungen und Empfehlungen nachvollziehbar und vergleichbar zu machen.
  • Sicherheit in Prüfungen und Verfahren
    Gerade bei Prüfungen, Zulassungen und Ausbildungsfragen braucht es fachliche, rechtliche und kommunikative Kompetenz.
  • Glaubwürdigkeit
    Wenn die IHK Weiterbildung und lebenslanges Lernen von Betrieben fordert, sollte sie das auch intern leben.
  • Bessere Unterstützung für Betriebe und Auszubildende
    Gut qualifizierte IHK-Mitarbeitende können Probleme früher erkennen, passender begleiten und Entwicklung gezielter fördern.
Aktuelle Entwicklungen führen zudem zu einer rasanten Anpassung der Ausbildungsordnungen, um den neuen Themen wie Industrie 4.0 oder Digitalisierung sowie der Umsetzung neuer Prüfungsformen Rechnung zu tragen. Als aktive Mitglieder eines bundesweiten Referentenarbeitskreises sind wir am Puls der Zeit und können uns sehr schnell mit neuen Tendenzen beschäftigen.